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Mittwoch, 13. November 2013

Wie geht es mit uns weiter?

Ich habe mir vor einigen Wochen ein neues Buch gekauft. Countdown: Hat die Erde eine Zukunft? von Alan Weisman. In dem Buch geht es darum, dass sich die Menschheit sehr wahrscheinlich selbst vernichten wird, wenn sie so rasant weiter wächst. Momentan sind wir schon über sieben Milliarden und wir vermehren uns immer schneller! Das führt unter anderem dazu, dass es immer weniger Rohstoffe gibt und immer mehr Menschen, die sich darum streiten können. Ich bin sehr gespannt auf das Buch und darauf, wie sehr es mir aus der Seele sprechen wird. Wahrscheinlich wird es einen relativ großen Meinungsunterschied im Bezug auf die Lösung dieses Problems geben. Alan Weisman wird wahrscheinlich vorschlagen, dass weltweit eine Art Ein-Kind-Politik eingeführt werden sollte. Hinzu kommt dann vermutlich noch die Forderung, die sexuelle Aufklärung weltweit zu verbessern. Das wird sich zeigen, wenn ich das Buch lese. Ich werde dann versuchen, hier darüber zu berichten. Wenn es so kommt, wie ich es vermute, besteht insofern ein Meinungsunterschied, dass dieser Lösungsvorschlag zwar das extreme Bevölkerungswachstum einschränken würde, aber ein Aspekt, der mir sehr wichtig ist, wird dabei außer Acht gelassen. Es wird nämlich (a) das weltweite politische System des Geldes und der Unterdrückung am leben bleiben und (b) werden die Menschen weiterhin egoistisch, aggressiv, zerstörerisch usw. sein. Mit anderen Worten: die Wurzeln der Dekadenz, die Geistesgifte werden weiterhin in den Seelen der Menschen wuchern.

Ich vertrat früher die Meinung, man müsse 90% der Menschheit vernichten, damit die restlichen 10% komplett von vorne anfangen könnten. Mit einem ganz neuen politischen System, neuer Kultur, neuer Bildung, und mit einer extra neu erschaffenen Sprache, damit die englischen Muttersprachler nicht bevorzugt werden und als Symbol für den Neuanfang. Diese "neuen" Menschen könnten dann im Einklang mit der Natur und völlig frei von Krieg, Leid, Armut, Hunger, Gier, Hass usw. leben. Das Problem, an dem dieser Gedanke scheitert, sind die Kriterien, anhand derer die 10% der Menschheit ausgesucht werden, die überleben sollen. Genau genommen gibt es hier zwei Probleme: 
  1. Wer soll die Kriterien bestimmen? Im Idealfall sind das weise Personen wie z.B. der Dalai Lama. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass sich die mächtigen Menschen der Welt einmischen. Die Führer der Banken, die Lobbyisten, die Bilderberger usw. Das wäre nicht wünschenswert. 
  2. Welche Kriterien sollen das sein? Ideal wären vielleicht irgendwelche positiven Charaktereigenschaften. Da dieses Thema aber schwer zu fassen und subjektiv ist, könnte es schwierig werden, angemessene Kriterien zu bestimmen. Außerdem, werden es wahrscheinlich dadurch, dass sie von den Mächtigen der Welt bestimmt werden, schwachsinnige Kriterien wie "Rasse", Religion, Hautfarbe, oder das Geld sein. Damit wären wir bei Hitler... Das will keiner. 
Im Vergleich zwischen Weismans Meinung, wie ich sie vermute und der Meinung, die ich mal hatte, komme ich nun zu einem Kompromiss. Die Reduzierung der Menschheit sollte also nicht so krass und moralisch verwerflich erfolgen, sondern langsam und sanft, wie z.B. durch eine weltweite Ein-Kind-Politik. Trotzdem muss das jetzt bestehende System abgeschafft werden, weil die Menschen sonst niemals frei sein können. Es muss an einem bestimmten Punkt eine radikale, allumfassende Veränderung geben. Das gesamte Leben der Menschen untereinander muss komplett neu strukturiert und organisiert werden. Dazu, wie das alles aussehen könnte, habe ich mir auch schon viele Gedanken gemacht. Diese werde ich allerdings in diesem Text noch nicht äußern, weil das sonst zu weit führen würde. Wenn ich irgendwann mal die Zeit finde, werde ich ausführlich darüber schreiben. Da außerdem eine Auseinandersetzung mit dem Buch erst möglich ist, wenn ich es gelesen habe, werde ich damit auch noch warten und wahrscheinlich erstmal über etwas ganz anderes berichten. Das wird dann eventuell etwas zum Thema "Freiheit" sein.

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